Prüfgewichte kalibrieren

Kalibrierte Messgeräte setzen kalibrierte Prüfmittel voraus. Bei Waagen z.B. sind dies kalibrierte Prüfgewichte, auch „Normale“ genannt.
Prüfgewichte müssen je nach Nutzungshäufigkeit in regelmäßigen Abständen rekalibriert werden. Nur so ist sichergestellt, dass sie den Anforderungen einer zuverlässig funktionierenden Prüfmittelüberwachung standhalten.
Rekalibrierungsfristen sind abhängig von der Benutzungshäufigkeit, den Einsatzbedingungen und Ihrem Sicherheitsbedürfnis.
Von Seiten der Normung ist kein bestimmtes Rekalibrierungsintervall festgelegt. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Prüfgewichte bei intensiver Nutzung alle 6 Monate, bei normaler Nutzung alle 12 Monate rekalibrieren zu lassen.
KERN kalibriert Prüfgewichte…
- in allen OIML-Fehlergrenzenklassen E1 - M3 und in den Größen 1 mg - 500 kg.
- Prüfgewichte mit freiem Nennwert (beliebiger Gewichtswert)
- in Newton ausgeführt
- Bauformunabhängig (Sonderbauformen)
- Markenunabhängig
Ihre Vorteile bei KERN Vor-Ort-Kalibrierung (Wir kommen zu Ihnen)
Gerne kommen wir innerhalb Deutschlands zu Ihnen und kalibrieren mit unserem mobilen MACOS-Kalibriersystem Ihre Prüfgewichte der OIML-Fehlergrenze M1 - M3, 10kg - 50 kg.
Geringste Ausfallzeit Ihrer Prüfmittel und direkter Kontakt zum Fachmann zeichnen diesen Service aus.
Preise auf Anfrage.
Ihre Vorteile bei KERN Inhouse-Kalibrierung (Sie senden Ihre Prüfgewichte zu uns)
- Hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis
-
Schnellste Abwicklungszeiten
- DKD-Standard: 4 Arbeitstage
- DKD-Eilservice: 48 Stunden (bei Neugewichten)
- Markenunabhängiger Kalibrierservice
- KERN arbeitet auch ältere Kundengewichte auf (z.B. Reinigung oder Nachjustage)
- KERN DKD-Kalibrierscheine sind international gültig
- Gerne überwachen wir Ihre Rekalibierungsfristen
- Auf Wunsch Abhol- und Bringservice durch unseren Kurierdienst
- Modernste Kalibriermethodik mit robotergesteuerten Komparatoren erlauben genaueste Kalibrierergebnisse und schnelle Durchlaufzeiten


Was ist OIML?
In der „Organisation Internationale de Métrologie Légale" arbeiten die Vertreter von knapp 100 Staaten an einheitlichen Bau- und Prüfvorschriften für alle Messgeräte. Im Zertifizierungssystem der OIML bescheinigen die von den Mitgliedsstaaten herausgegebenen Zertifikate, dass eine bestimmte Messgerätebauart mit den Empfehlungen der OIML übereinstimmt. So kann eine in einem Lande geprüfte und zugelassene Bauart in einem anderen ohne Wiederholung der Prüfung zugelassen werden. (Auszug PTB)

Die OIML-Richtlinien legen bauartbedingte Merkmale für Prüfnormale fest, wie Werkstoff, Oberflächenbeschaffenheit, Markierungen, Aufbau, Form, etc.
OIML-Fehlergrenzen nach OIML R 111
| Fehlergrenzenklasse (Toleranz±) | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| E1 | E2 | F1 | F2 | M1 | M2 | M3 | |
|
Nenn- wert |
|||||||
| 1 mg | ±0.003mg | ±0.006mg | ±0.020mg | ±0.06mg | ±0.20mg | ||
| 2 mg | ±0.003mg | ±0.006mg | ±0.020mg | ±0.06mg | ±0.20mg | ||
| 5 mg | ±0.003mg | ±0.006mg | ±0.020mg | ±0.06mg | ±0.02mg | ||
| 10 mg | ±0.003mg | ±0.008mg | ±0.025mg | ±0.08mg | ±0.25mg | ||
| 20 mg | ±0.003mg | ±0.010mg | ±0.03mg | ±0.10mg | ±0.3mg | ||
| 50 mg | ±0.004mg | ±0.012mg | ±0.04mg | ±0.12mg | ±0.4mg | ||
| 100 mg | ±0.005mg | ±0.016mg | ±0.05mg | ±0.16mg | ±0.5mg | ±1.6mg | |
| 200 mg | ±0.006mg | ±0.020mg | ±0.06mg | ±0.20mg | ±0.6mg | ±2.0mg | |
| 500 mg | ±0.008mg | ±0.025mg | ±0.08mg | ±0.25mg | ±0.8mg | ±2.5mg | |
| 1 g | ±0.010mg | ±0.03mg | ±0.10mg | ±0.3mg | ±1.0mg | ±3.0mg | ±10mg |
| 2 g | ±0.012mg | ±0.04mg | ±0.12mg | ±0.4mg | ±1.2mg | ±4.0mg | ±12mg |
| 5 g | ±0.016mg | ±0.05mg | ±0.16mg | ±0.5mg | ±1.6mg | ±5.0mg | ±16mg |
| 10 g | ±0.020mg | ±0.06mg | ±0.20mg | ±0.6mg | ±2.0mg | ±6.0mg | ±20mg |
| 20 g | ±0.025mg | ±0.08mg | ±0.25mg | ±0.8mg | ±2.5mg | ±8.0mg | ±25mg |
| 50 g | ±0.03mg | ±0.10mg | ±0.3mg | ±1.0mg | ±3.0mg | ±10mg | ±30mg |
| 100 g | ±0.05mg | ±0.16mg | ±0.5mg | ±1.6mg | ±5.0mg | ±16mg | ±50mg |
| 200 g | ±0.10 mg | ±0.3mg | ±1.0mg | ±3.0mg | ±10mg | ±30mg | ±100mg |
| 500 g | ±0.25mg | ±0.8mg | ±2.5mg | ±8.0mg | ±25mg | ±80mg | ±250mg |
| 1 kg | ±0.5mg | ±1.6mg | ±5.0mg | ±16mg | ±50mg | ±160mg | ±500mg |
| 2 kg | ±1.0mg | ±3.0mg | ±10mg | ±30mg | ±100mg | ±300mg | ±1,0g |
| 5 kg | ±2.5mg | ±8.0mg | ±25mg | ±80mg | ±250mg | ±800mg | ±2,5g |
| 10 kg | ±5.0mg | ±16mg | ±50mg | ±160mg | ±500mg | ±1600mg | ±5,0g |
| 20 kg | ±10mg | ±30mg | ±100mg | ±300mg | ±1000mg | ±3000mg | ±10g |
| 50 kg | ±25mg | ±80mg | ±250mg | ±800mg | ±2500mg | ±8000mg | ±25g |
| 100 kg | ±160mg | ±500mg | ±1600mg | ±5000mg | ±16g | ±50g | |
| 200 kg | ±300mg | ±1000mg | ±3000mg | ±10g | ±30g | ±100g | |
| 500 kg | ±800mg | ±2500mg | ±8000mg | ±25g | ±80g | ±250g | |
| 1000 kg | ±1600mg | ±5000mg | ±16g | ±50g | ±160g | ±500g | |
| 2000 kg | ±10g | ±30g | ±100g | ±300g | ±1000g | ||
| 5000 kg | ±25g | ±80g | ±250g | ±800g | ±2500g | ||
Auswahl des passenden Prüfgewichtes

Qualität des Prüfgewichtes:
Eine Waage kann nie genauer sein, als das zu ihrer Justierung verwendete Prüfgewicht. Auf seine Toleranzen kommt es an.
Genauigkeit des Prüfgewichtes:
Muss in etwa der Ablesbarkeit d der Waage entsprechen, eher etwas besser.
Gewichtsgröße:
Diese wird meist Justiermodus „CAL“ im Waagendisplay angezeigt. Bei Wahlmöglichkeit ist das größte angezeigte Gewicht messtechnisch am besten. Der Gewichtswert Ihres Prüfgewichtes sollte im Idealfall größer 80% des maximalen Wägebereichs der Waage sein.
Liegen Genauigkeit und Gewichtsgröße (Nominalwert) fest, wird das passende Prüfgewicht nach den Toleranzen der einzelnen Genauigkeitsklassen (Fehlergrenzenklassen) E1 bis M3 ausgewählt, siehe Tabelle unten und Spalte „Tol ± mg“ bei den Gewichten.
Beispiel:
Waage mit Wägebereich Max 2000 g = 2 kg und Ablesbarkeit d = 0,01 g = 10 mg
- Die Genauigkeit des gesuchten Prüfgewichts ergibt sich aus der Ablesbarkeit d mit ca. ±10 mg.
- Gewichtsgröße im Waagendisplay bei „CAL“: 1000 g oder 2000 g. Gesuchtes Prüfgewicht hat die Gewichtsgröße 2 kg.
- Passendes Prüfgewicht mit Toleranz ±10 mg und Gewichtsgröße 2 kg findet man in der Genauigkeitsklasse F1.
Ausnahme Analysenwaagen (Ablesbarkeit d <= 0,1 mg):
Empfohlen werden E1-Gewichte. Je nach Sicherheitsbedürfnis genügen auch E2-Gewichte mit DKD-Kalibrierschein.