Werkskalibrierscheine (ISO-Kalibrierung)

Da nicht für alle Messgeräte bzw. Messgrößen DKD-Kalibrierscheine angeboten werden können, bzw. nicht gebräuchlich sind, bieten wir dort Werkskalibrierscheine an. Diese ISO-Kalibrierscheine entsprechen internationalen Standards und sind als Nachweis einer anspruchsvollen Kalibrierung für Ihre Prüfmittelüberwachung bestens geeignet.
Die ISO-Kalibrierungen sind für viele Messgeräte erhältlich, wie z.B.
- Mechanische Waagen (Federwaagen, etc.)
- Kraftmessgeräte bis 14,5 KN
- Schichtdickenmessgeräte 0 μm – 2000 μm
- Härteprüfgeräte nach Leeb
- Ultraschall-Materialdickenmessgeräte 25 – 300 mm
Wir kalibrieren auch markenunabhängig. Um hierfür unnötige Verzögerungen bei der Bearbeitung zu vermeiden, senden Sie uns bitte die technischen Unterlagen und Zubehör der Prüfgeräte mit ein.
Kalibrierdauer 4 Arbeitstage.
Prüfdienstleistungen für weitere Messgrößen finden Sie immer aktuell auf www.kern-sohn.com
Preise für Erst- und Rekalibrierung
| Prüfmittel | DKD / ISO | KERN |
Preis in € o. MwSt. ab Werk |
|---|---|---|---|
| Kraftmessgeräte bis 500 N | ISO | 961-161R | 135,- |
| Kraftmessgeräte bis 2 KN | ISO | 961-162R | 165,- |
| Kraftmessgeräte bis 10 KN | ISO | 961-163R | 225,- |
| Kraftmessgeräte bis 14,5 KN | ISO | 961-164R | 350,- |
| Härteprüfgerät nach Leeb (Typ D) | ISO | 961-131R | 120,- |
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Schichtdickenmessgeräte 0 µm - 2000 µm (Ferro oder NonFerro) |
ISO | 961-110R | 120,- |
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Schichtdickenmessgeräte 0 µm - 2000 µm (Ferro und NonFerro) |
ISO | 961-112R | 170,- |
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Ultraschallmaterialdickenmessgeräte 25 mm - 300 mm |
ISO | 961-113R | 120,- |
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Mechanische Waagen (Federwaagen, …) Max. Last 5 kg |
ISO | 961-113R | 65,- |
| Mechanische Waagen Max. Last > 5kg-50kg | ISO | 961-101R | 80,- |
| Mechanische Waagen Max. Last > 50kg-350kg | ISO | 961-102R | 95,- |
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Mechanische Waagen Max. Last > 350 kg - 1500 kg |
ISO | 961-102R | 150,- |
Das kleine 1x1 des Kalibrierens
| DKD-Kalibrierung | Eichung (gesetzlich geregelter Bereich) | |
|---|---|---|
| Warum? | DKD-Kalibrierung immer dann, wenn ein Prüfmittel (Waage oder Prüfgewicht) in einem QM-Prozess (z.B. nach ISO 9000ff, GS 9000, TS 16949, VDA 6.1, FDA, GLP, GMP, ...) eingesetzt wird |
Eichpflichtiger Einsatz von Waagen und Prüfgewichten ist zwingend vorgeschrieben u.a.:
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| Was? | Jedes einwandfreie Prüfmittel kann DKD-kalibriert werden | Eichen darf man nur Waagen mit amtlicher Bauartzulassung und OIML-konforme Prüfgewichte |
| Wie? | Feststellung der Richtigkeit weltweit durch nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor Rückführung auf international anerkannte Normale Der DKD-Kalibrierschein bestätigt sowohl die messtechnischen Eigenschaften der Prüfmittel, als auch die allgemeinen Anforderungen der Prüfmittelüberwachung | Prüfung auf Eichfehlergrenzen. Es gelten nationale Regelungen |
| Wo? |
International anerkannt Darüber wacht die ILAC (International Laboratory Accreditation Cooperation) und in Deutschland bspw. die DAkkS (Deutsche AkkreditierungsStelle GmbH) |
National anerkannt |
| Wann? | Der Betreiber regelt den Einsatz der Prüfmittel und periodische Rekalibrierungsfristen selbst | Der Gesetzgeber regelt den Einsatz der Waage /der Prüfgewichte und Nacheichfristen |
Kalibrieren
Kalibrieren ist die Ermittlung des Zusammenhangs zwischen den angegebenen Werten eines Messgerätes (Messeinrichtung/Maßverkörperung/Wert eines Referenzmaterials) und den durch genaue Normale festgelegten Werten.
Der Kalibrierschein enthält den Messwert mit Angabe der jeweiligen Messunsicherheit. Es kann ggf. eine Aussage getroffen werden, ob eine Toleranzgrenze eingehalten wird oder nicht. Die Industrie fordert Kalibrierungen, um z. B. an verschiedenen Orten produzierte Teile problemlos miteinander verbinden zu können.
Kalibrierungen müssen in angemessenen Zeitabständen wiederholt werden. Die Länge dieser Zeitspannen hängt von einer Reihe von Variablen ab, z.B. Gebrauchshäufigkeit, Gebrauchsart, Langzeitstabilität, Sicherheitsbedürfnis.
DKD-Kalibrierungen
DKD-Kalibrierungen erfolgen für Messgeräte, Referenzmaterialien und Maßverkörperungen für die bei der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messbereiche. Die ausgestellten DKD-Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die messtechnische Rückführung auf nationale oder internationale Normale, wie sie zum Beispiel von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC 17025 gefordert werden.
DKD-Kalibrierungen haben keine gesetzlich geregelte Gültigkeitsdauer. Für die Einhaltung einer angemessenen Frist zur Rekalibrierung ist der Betreiber verantwortlich.
Internationale Gültigkeit
Der DKD ist vertreten in der EA (European co-operation for accreditation). Hierdurch ist die Annerkennung und Gültigkeit von DKD-Kalibrierungen und DKD-Kalibrierscheinen nahezu weltweit sichergestellt.
Justieren
Exaktes Einstellen einer Messgröße durch einen fachmännischen Eingriff in das Messsystem.
Bei Waagen: Entweder mit einem externen Prüfgewicht über die Justierfunktion (CAL bzw. CAL-Taste), oder mit der internen Justierautomatik bzw. Justierschaltung.
Notwendig bei Temperaturänderungen, veränderten Umgebungsbedingungen, Ortsveränderungen usw. Tägliche Routinekontrolle ist hierbei empfehlenswert.
Der Begriff „Kalibrieren“ wurde früher auch für das Justieren verwendet.
Rückführung
Das ist der Vorgang, Messergebnisse durch eine ununterbrochene Kette von Kalibrierungen auf nationale Normale und damit auf die jeweilige SI-Einheit zu beziehen. Die wichtigsten Normen verlangen, dass alle Prüfmittel (z. B. Prüfgewichte) mit dem amtlichen Normal laut definierter Toleranz übereinstimmen. Prüfgewichte sind die Normale in der Wägetechnik. Sie werden rückgeführt auf das nationale Normal in der PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt) in Braunschweig, das wiederum an das Ur- Kilogramm in Paris angeschlossen ist. Dadurch werden effektiv Falschmessungen durch ungenaue Prüfmittel verhindert.
Messunsicherheit
Die Messunsicherheit eines Messgerätes ist ein objektives Maß für seine Genauigkeit und damit eine korrekte Aussage für seine angemessene Verwendung. Die Eignung eines Messgerätes für einen bestimmten Prozess ist bei bekannter Messunsicherheit sehr einfach und sicher festzustellen. Eine optimale Auswahl des richtigen Messgerätes spart Kosten, denn zu hohe Messgenauigkeit ist unnötig teuer. Faustregel: Messunsicherheit 3x kleiner als die geforderte Genauigkeit (wenn kein gesteigertes Sicherheitsbedürfnis besteht).